Wunschzettel
ans Christkind oder doch an die NÖ Landesregierung?

17. Dezember 2025

Weihnachten steht vor der Tür und in diesem Sinne schreibe ich heute keinen Antrag und keine Anfrage, sondern einen Wunschzettel für die Zukunft unseres Landes.

Wunsch Nr. 1: Zuhause alt werden möglich machen

Die meisten Menschen wünschen sich, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. Das ist kein romantischer Traum, sondern eine konkrete politische Aufgabe.

Mein Wunsch ist eine Pflegepolitik, die beim Menschen beginnt und nicht beim System.

Dafür braucht es:

  • Eine echte Förderung mobiler Pflegeangebote.
  • Bessere Rahmenbedingungen für selbständige und freiberufliche Pflegekräfte.
  • Flächendeckend Community Nurses, die koordinieren, beraten und vorbeugen.
  • Einen konsequenten Auf- und Ausbau von Tageszentren als Entlastung für Betroffene und Angehörige.

Vor allem aber wünsche ich mir mehr Kooperation zwischen den Gemeinden, denn Pflege hört nicht an der Gemeindegrenze auf!

Wunsch Nr. 2: Aufbau von Gesundheitskompetenz

Gesundheit beginnt nicht im Wartezimmer der Praxis, sondern viel früher. In Kindergärten, in Schulen, im Alltag. Ich wünsche mir, dass Gesundheitskompetenz endlich als das behandelt wird, was sie ist: eine Schlüsselqualifikation fürs Leben.

Im Zuständigkeitsbereich des Landes heißt das:

  • Altersgerechte Gesundheitsbildung in Kindergärten sowie Volks- und Mittelschulen.
  • Gemeinden, die gemeinsam mit Gesundheitsberufen Verantwortung übernehmen.

Denn wer weiß, wie Gesundheit funktioniert, bleibt länger gesund. Das spart Leid – und Kosten.

Wunsch Nr. 3: Gewaltschutz muss selbstverständlich sein

Gewalt gegen Frauen ist kein Randthema. Und sie ist schon gar kein „privates Problem.

Mein Wunsch ist klar und nicht verhandelbar:

  • Mehr Gewaltschutzzentren, mehr Frauenhäuser und vor allem mehr Präventions-, Aufklärungs- und Männer- bzw. Burschenarbeit.

Schutz darf nicht davon abhängen, ob gerade ein Platz frei ist oder ein Budgetposten genehmigt wurde. Wer das ernsthaft ändern will, muss priorisieren – politisch und finanziell.

Wunsch Nr. 4: Transparenz & Kooperation

Ich wünsche mir politische Verantwortungsträger:innen, die parteiinternen Reflexen widerstehen und parteiübergreifend Lösungen suchen. Das geht nur mit Vertrauen. Und Vertrauen entsteht nur durch Transparenz:

  • Auf welcher Grundlage werden Entscheidungen getroffen?
  • Welche Mittel stehen tatsächlich zur Verfügung?
  • Was ist Aufgabe der Politik – und wo beginnt die Eigenverantwortung jeder und jedes Einzelnen?

Politik muss das aushalten. Und erklären. Immer wieder.

Ich bin überzeugt: Es muss möglich sein, ein positives Zukunftsbild für unser Land zu zeichnen – und die Umsetzung auch konsequent zu verfolgen. Manchmal frage ich mich allerdings, ob ein Brief ans Christkind realistischer wäre als einer an die Landesregierung.

Aber solange ich mich politisch engagiere, setze ich mich konsequent für diese Themen ein. Weil Aufgeben keine Option ist.

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