Niemand darf in NÖ Angst vor dem Erfrieren haben:
Wir brauchen ein zentrales Kältetelefon!
Draußen herrschen klirrende Minustemperaturen. Was für die meisten von uns bedeutet, die Heizung höher zu drehen, ist für Menschen ohne festen Wohnsitz eine lebensbedrohliche Gefahr. In fast allen Bundesländern ist es längst Standard: Ein Anruf beim Kältetelefon der Caritas genügt, wenn man jemanden sieht, der Hilfe benötigt. Doch in Niederösterreich fehlt diese einfache, lebensrettende Struktur.
Ein bekanntes Problem wird ignoriert
Es ist nicht das erste Mal, dass wir NEOS dieses Thema ansprechen. Bereits vor einigen Jahren haben wir diesen Missstand thematisiert und eine zentrale Lösung gefordert. Doch die Antwort der Landesregierung bleibt dieselbe: Man verweist auf die Vielzahl an bestehenden Organisationen.
Das mag auf dem Papier gut klingen, geht aber an der Realität vorbei. In einer Notsituation zählt jede Sekunde. Wenn ich als Passant:in jemanden sehe, der oder die bei Minusgraden im Freien schläft, möchte ich nicht erst recherchieren müssen, welcher Verein für welchen Bezirk zuständig ist. Hilfe muss so niederschwellig wie möglich zugänglich sein.
Wir alle wissen intuitiv, welche Nummer wir wählen, wenn es brennt oder medizinische Hilfe nötig ist. Genauso selbstverständlich muss es sein, zu wissen, wo man anruft, um jemanden vor dem Erfrieren zu bewahren.
Koordination statt Zuständigkeits-Dschungel
Meine Forderung ist klar: Niederösterreich braucht eine zentrale Nummer, die jede Niederösterreicherin und jeder Niederösterreicher im Handy einspeichern kann.
- Einfachheit: Eine Nummer für das ganze Bundesland.
- Effizienz: Die Koordination zwischen den verschiedenen Einsatzorganisationen muss im Hintergrund ablaufen, nicht auf dem Rücken der Helfer:innen oder Betroffenen.
- Menschlichkeit: Extreme Kälte darf in einem Land wie unserem niemals eine tödliche Bedrohung sein.
Es ist Zeit, diese unnötige Lücke im sozialen Netz zu schließen. Wir brauchen keine Ausreden, sondern eine Lösung, die ankommt – direkt auf der Straße.