Alarm! Zu wenig
Kassenärzt_innen in NÖ.

9. Oktober 2020

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Das österreichische Gesundheitssystem muss alle Menschen auffangen, die es brauchen. Dies ist in Niederösterreich aber leider zur Zeit bedroht. Der Grund dafür sind die seit Monaten, teilweise Jahren, unbesetzten Kassenarztstellen, aktuell genau 26 für Allgemeinmedizin. Und damit nicht genug: In den letzten 10 Jahren ist die Zahl der Kinderärzte in Österreich um 13,5 Kassenarztstellen zurückgegangen und davon in Niederösterreich alleine fünf!

Nicht nur zu Zeiten von Covid-19 ist ein funktionierendes Gesundheitssystem unabdingbar. Dies darf nicht an unbesetzten Stellen scheitern. Deswegen muss die Landesregierung Niederösterreich endlich hinsehen, das Problem erkennen und in Angriff nehmen.

Zweiklassenmedizin stoppen!

Während in Niederösterreich die Kassenarztstellen zurückgehen, steigt die Zahl der Wahlarztpraxen. Daraus ergibt sich die Problematik der Zweiklassenmedizin – wer es sich leisten kann, geht zum Wahlarzt, alle anderen müssen oft monatelang auf einen Termin warten oder überfüllen Warteräume und Ambulanzen.

Auch wenn die Wahlarztordinationen ebenfalls relevant für die Gesundheitsversorgung sind, ist es uns NEOS ein Anliegen, mit neuen Ideen und Konzepten dem eingerosteten Trott der Landesregierungen mit frischem Wind entgegen zu treten. In unserer solidarischen Gesellschaft darf eine umfassende Gesundheitsversorgung nicht von Gehalt oder Lebenssituation abhängen.

Deshalb gilt es eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung besonders im niedergelassenen Bereich zu fördern, um durch bestmögliche Behandlung Krankenhausaufenthalten vorzubeugen und somit Ressourcen zu sparen. Die Herausforderung liegt darin, mehr Ärzt_innen für die ländliche Versorgung zu gewinnen.

Wir fordern wohnortnahe Primärversorgung!

Diese bildet folgende Vorteile:

  1. Kurze Wege: Wohnortnah bedeutet, dass Ärzt_innen innerhalb von 20 Minuten öffentlich oder mit dem Auto erreichbar sind. Dies ist besonders für chronisch Kranke oder ältere Personen wichtig.
  2. Ressourcensparend: Mit einem Verhältnis von 1:4 sind die Kosten im niedergelassenen Bereich deutlich niedriger als in Kliniken.
  3. Überblick: Durch eine gesamtheitliche Betrachtung von Prävention, Verhalten und Behandlung ist Heilung besser möglich.
  4. Vertrauen: Durch die wohnortnahe Behandlung entsteht eine Vertrauensbasis zwischen behandelnden Ärzt_innen und Patient_innen und fördert so den Behandlungs- und Heilungsprozess.

Es ist an der Zeit, in Niederöstereich zu handeln, es geht um unsere Gesundheit!

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